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Artikel Tagged ‘hirn’

Erdmagnetfeld und Esoterik

6. April 2010 Maxim 1 Kommentar

Ich hatte mich gestern innerlich bei der Erwähnung von Feng Shui aufgeregt. Ich reagiere inzwischen auf alles allergisch, was für mich nach Esoterik riecht und Vastu und Feng Shui sind da Vorzeigeobjekte – andererseits liegt in jedem überlieferten Wissen häufig irgendwo ein Quentchen Wahrheit und Weisheit vergraben.

Da ich mich gerade stark mit dem Hirn beschäftige, habe ich mir während meiner Morgenpraxis Gedanken gemacht, ob das Erdmagnetfeld auf unser Hirn Auswirkungen hat. Und siehe da, es sieht so aus:

Evidence of a nonlinear human magnetic sense

Human navigation and magnetoreception: the Manchester experiments do replicate

Welche Relevanz das nun für die Ausrichtung meines Schreibtisches oder meiner Yogamatte hat, vermag ich noch nicht erschließen.

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Disorderly Genius – Latenzzeit im Hirn erhöht die Verarbeitungskapazität

23. März 2010 Maxim Keine Kommentare

Spannender Auszug über Organisation des Hirns. Langsamer = mehr. Hat interessante Implikationen für das Nachdenken über die Wirkung von Meditation.

http://www.newscientist.com/article/mg20227141.200-disorderly-genius-how-chaos-drives-the-brain.html?DCMP=OTC-rss&nsref=online-news

In the 1990s, it emerged that the brain generates random noise, and hence cannot be described by deterministic chaos. When neuroscientists incorporated this randomness into their models, they found that it created systems on the border between order and disorder—self-organised criticality. More recently, experiments have confirmed that these models accurately describe what real brain tissue does. They build on the observation that when a single neuron fires, it can trigger its neighbours to fire too, causing a cascade or avalanche of activity that can propagate across small networks of brain cells. This results in alternating periods of quiescence and activity….

As it processes information, the brain often synchronises large groups of neurons to fire at the same frequency, a process called “phase-locking”. Like broadcasting different radio stations at different frequencies, this allows different “task forces” of neurons to communicate among themselves without interference from others….

Meyer-Lindenberg created a computer simulation of a small-world network with 13 degrees of separation. Each node was represented by an electrical oscillator that approximated a neuron’s activity. The results confirmed that the brain has just the right architecture for its activity to sit on the tipping point between order and disorder….

The balance between phase-locking and instability within the brain has also been linked to intelligence—at least, to IQ. Last year, Robert Thatcher from the University of South Florida in Tampa made EEG measurements of 17 children, aged between 5 and 17 years, who also performed an IQ test.

He found that the length of time the children’s brains spent in both the stable phase-locked states and the unstable phase-shifting states correlated with their IQ scores. For example, phase shifts typically last 55 milliseconds, but an additional 1 millisecond seemed to add as many as 20 points to the child’s IQ. A shorter time in the stable phase-locked state also corresponded with greater intelligence—with a difference of 1 millisecond adding 4.6 IQ points to a child’s score….

Thatcher says this is because a longer phase shift allows the brain to recruit  many more neurons for the problem at hand. “It’s like casting a net and capturing as many neurons as possible at any one time,” he says. The result is a greater overall processing power that contributes to higher intelligence.

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Der Bauch ist eine Richtschnur für die Hirnfunktion im Alter

4. März 2010 Maxim Keine Kommentare

Göteburg/Wien (pte/26.11.2009/06:10) – Auf mehr als das zweifache steigt die Gefahr für Frauen, im Alter an Demenz zu erkranken, wenn ihr Bauchumfang bereits im mittleren Alter den Umfang der Hüfte übertrifft. Zu diesem Schluss kommen Forscher an der schwedischen Sahlgrenska Academy http://www.sahlgrenska.gu.se in der Zeitschrift Neurology. “Wer viel Fett um die Körpermitte trägt, stirbt viel eher vorzeitig durch Herzinfarkt oder Schlaganfall. Schafft er es dennoch, 70 Jahre alt zu werden, besteht höhere Gefahr einer Demenzerkrankung”, so Studienleiterin Deborah Gustafson.

Die Ergebnisse der Forscher gehen auf eine Langzeitstudie unter 1.500 Frauen in Göteburg zurück. Bereits Ende der 60er-Jahre wurden die damals 38- bis 60-Jährigen eingehend ärztlich untersucht und befragt, 32 Jahre später wiederholte man das Prozedere. 161 der Frauen waren inzwischen an Demenz erkrankt, wobei das Leiden im Schnitt mit 75 Jahren ausgebrochen war. Mehr als doppelt so hoch war das Risiko dafür bei den Frauen, deren Bauchumfang anfangs den Umfang der Hüfte übertroffen hatte. Wenngleich frühere Studien auch den Body-Mass-Index (BMI) als Richtmaß gesehen hatten, besaß dieses Merkmal nun keinen Einfluss.

Als “sehr gut nachvollziehbar” bezeichnet Peter Dal-Bianco von der österreichischen Gesellschaft für Neurologie http://www.oegn.at die Ergebnisse. “Die höhere kardiovaskuläre Belastung durch Fettleibigkeit macht auf Dauer auch dem Gehirn zu schaffen und beschleunigt dessen Degeneration. Das zusätzliche Bauchfett ist nicht Ursache von Demenz, treibt diese jedoch voran”, so der Wiener Neurologe. Die Studie sei zudem einer der immer zahlreicheren Hinweise dafür, dass das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang genauere Ergebnisse liefert als der BMI.

Bestätigen kann Dal-Bianco auch, dass die Körperform bereits im mittleren Alter für das spätere Demenzrisiko einen wichtigen Ausschlag gibt. “Zwischen 30 und 60 Jahren baut man vor oder ab für spätere Alterserkrankungen. Zwar ist man auch durch eine gute Figur nicht vor späterem Alzheimer geschützt. Dennoch kann man durch einen vernünftigen Lebensstil das Risiko dafür deutlich senken, wozu ausreichende Bewegung, Mäßigung beim Essen und ein Schwerpunkt auf Blattgemüse, Obst und Fisch hilfreich ist.”

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Autoimmune Krankheiten, die Ernährung und Yoga

3. März 2010 Maxim 4 Kommentare

Einer meiner Schüler hat MS und ich habe vor ca. 1 Jahr viel zu diesem Thema viel recherchiert – um helfen zu können, aber auch, weil ich ein gehöriges Eigeninteresse an dem Thema hatte. Seit Jahren ging es – trotz Yoga – mit meiner Gesundheit stetig bergab. Ich verstand nicht warum und erkannte bei mir einige Symptome, die mich sehr besorgt machten: zunehmender Verlust der Gedächtnisleistung, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervenentzündungen. (Seit einer Ernährungsumstellung ,vor Allem kein Gluten mehr, geht es mit meinen geistigen Leistungen wieder rapide bergauf, yippee!)

Es gibt einige anekdotische Hinweise, dass MS sich über eine Ernährungsumstellung behandeln lässt. Besonders berührt, hat mich der Bericht des britischen Dramaturgen Roger Mac Dougall. Dieser wurde von der schleichenden Krankheit letztendlich zur Bettlägrichkeit gezwungen und wurde fast blind. Er hat, als alle Hoffnung verschwunden war, zusammen mit seiner Frau systematisch sein Leben analysiert. Bei der Ernährung ist er stehen geblieben, da er intuitiv die Verbindung zwischen Allergien und Autoimmunen Krankheiten erkannte, die sich langsam auch in der modernen Forschung wiederspiegelt.

Darauf hin hat er alles, was bekannt war dafür, Allergien zu verursachen, aus seiner Nahrung entfernt. Es dauerte vier lange Jahre, schreibt er – “bis ich mit zittrigen Fingern einen Hemdknopf in sein dazugehöriges Loch befördern konnte”. Die Remission war schleichend und nur große Geduld und Vertrauen in sich selbst und seine Intuition ließen ihn weiter machen.

Die neuesten Forschungen sehen sehr hoffnungsvoll aus: In den 80er tauchte die Hypothese des Arztes Alfons Schelling auf, der MS mit Störungen des Blutkreislaufs in Verbindung brachte. Diese wurde zunächst verworfen und ist in den vergangenen Monaten durch die erfolgsversprechenden Experimente des italienischen Chirurgen Paolo Zamboni (u.a. an seiner eigenen Frau) wiederholt ins Rampenlicht der Medien gerückt.

Es gibt inzwischen einige sehr direkte Hinweise aus der Forschung, wie die Ernährung zu neurologischen Krankheiten beitragen kann. So gab es 2002 im Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry einen Artikel der einfach hieß “Gluten Sensivity as a neurological illness”.

Wenn man den Gedanken-Bogen weiter schlägt: gerade Heute ist ein Artikel erschienen, bei dem Alzheimer-Plaques als aktive Bestandteile des Immunsystems identifiziert werden. Auch Paolo Zamboni hat bei den MS Patienten Ablagerungen festgestellt. Sie entstehen seiner Hypothese nach, vermutlich durch die Reaktion des Immunsystems auf das Eisen und die Stoffwechselendprodukte, die durch den gestörten venösen Abfluss nicht richtig aus dem Hirn befördert werden.

Was hat das nun alles mit Yoga zu tun?

Viel. Mit entsprechender Ernährung lassen sich anscheinend die Irritationen vermeiden, die zur “Überreaktion” des Immunsystems führen. Es gibt jedoch auch noch andere Mechanismen, wenn der Schaden schon entstanden ist: Durch die pulsierende Veränderung des Hirnkreislaufs bei der Arbeit mit Bandhas lassen sich evtl. Teile der Plaques nach und nach aus dem Hirn schwemmen. Einfach hämodynamisch bedingt, durch den Blut- Druck und Fluss. Ein anderer Teil des Puzzles ist die Arbeit mit dem Atemverhalt. Das regelmäßige Atem-Anhalten intensiviert die Hirndurchblutung und erweitert bei bestimmter Dauer und Regelmäßigkeit permanent die Durchflussmenge der zu- und ab- führenden Gefäße des Hirns. So zumindest meine Recherchen dazu.

Wer dazu weiter recherchieren mag, ich habe Hinweise gefunden, dass z.b. Dr Robert Doman die Signalwirkung von Kohlendioxid-Überschuss auf das Hirn, verwendet hat um neurologische Leiden von Kindern zu lindern. In seiner Klinik wurde dafür mit Masken gearbeitet, die aufgesetzt, die Atmung erschwerten und damit den CO2 Gehalt des Blutes erhöhten. Die Hirnarterien und die Halsschlagadern erhöhen dann schlagartig ihre Durchflussrate und es sieht so aus, als würde sich diese Erhöhung der Durchflussrate bei einer entsprechenden Regelmäßigkeit auch stabilisieren.

Daher drei Stichwörter:

- Ernährung

- Pranayama

- Kopfstand

Mit diesen 3 Bestandteilen sollte Alzheimer und MS für Yoga-Praktizierende kein Thema sein und ich bin zuversichtlich, dass die Anwendung der obigen Methoden auch schon vorhandende Krankheiten dieser Art zum Stop oder evtl. zur Remission bringen kann. Bevor ich das wirklich mit Entschiedenheit behaupten kann, will ich erstmal Medizin studieren und selbst genug Erfahrungen mit Yoga sammeln :-)