Archiv

Artikel Tagged ‘lernen’

Mihaly Csikszentmihalyi und Flow

15. Juli 2010 Maxim Keine Kommentare

Das Wort Flow ist inzwischen fast ein Allgemeingut in der Wirtschafts- und Alltagssprache. Es tut gut mal den “Erfinder” dieser Hypothese darüber sprechen zu hören.

KategorienArchiv Tags: , ,

Rückzug nach Vorn

31. Mai 2010 Maxim 1 Kommentar

Wie einige von Euch bemerkt haben, sind die Posts in letzter Zeit sehr spärlich geworden. Das liegt daran, dass ich mit zunehmendem Verstehen verstehe, wie wenig ich überhaupt erst verstehe.

Ich habe heraus gefunden, dass ich das Rad nicht neu zu erfinden brauche. Andere Menschen haben sich schon sehr viel gedacht. Auch und gerade in den Bereichen des menschlichen Daseins, die mich interessieren. Ich war nur bisher nicht drauf gestoßen. Daher widme ich mich momentan

a) meiner Praxis

b) dem Lernen

Computer, Social Networking etc. lenkt mich davon ab, daher reduziere ich meine Zeit damit auf ein notwendiges Minimum.

Ich denke ich werde ab und zu noch etwas hier rein schreiben, aber z.B. keine Forschungs-Digests mehr. Die aktuelle Forschung hole ich später nach, wenn ich die Grundlagen und die schon geschehene Vorarbeit durchgearbeitet habe.

KategorienArchiv Tags: , ,

Beim Training neu erlernter Fähigkeiten entstehen im Gehirn Schlaferlebnisse

30. April 2010 Maxim 1 Kommentar

Interessant, interessant. Dass Träume der Übertragung der Informationen aus dem Hippocampus in die Großhirnrinde dienen, weiss man schon recht lang. Dass dies so schnell und effektiv geschieht war mir neu! Ein indischer Ingenieur hat in einem Buch zur Biomechanik vorgeschlagen, dass man sich, wenn man sich mit Haltungskorrektur beschäftigt, öfter am Tag hinlegen und schlafen sollte. Er hat mit dieser Schlafen – Arbeiten – Schlafen – Lernen – Schlafen Methode bei sich selbst gute Fortschritte erreicht. Zeit das mal auszuprobieren.

Träume sind ein Zeichen dafür, dass unser Gehirn neu Gelerntes verarbeitet und mit anderen Inhalten verknüpft. Das haben israelische und amerikanische Forscher anhand von Experimenten zum räumlichen Lernen herausgefunden. Demnach finden sich Personen in einem virtuellen Labyrinth bei einem zweiten Versuch sehr viel schneller zurecht, wenn sie zwischenzeitlich kurz geschlafen hatten und dabei aufgabenbezogen träumten. Zudem vergegenwärtigten sich überwiegend diejenigen Probanden im Schlaf das Labyrinth, die im ersten Durchgang schlecht abgeschnitten hatten – ein Hinweis darauf, dass sich das Gehirn während der Träume mit nicht bewältigten Aufgaben beschäftigt. Durch weitere Untersuchungen sollen die Resultate praktisch anwendbar werden, etwa um eine traumfördernde Lernumgebung zu schaffen.

viawissenschaft.de – Träumer lernen schneller.

KategorienArchiv Tags: , ,

Diplom vom Ghostwriter: Fremde Federn – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL

30. April 2010 Maxim 4 Kommentare

Da ich mich gerade damit rumschlage, simple Artikel zu schreiben – bewundere ich es, wie es andere mit System schaffen, mit Regularität Diplom- oder auch Doktorarbeiten aus dem Hut zu zaubern.

Andererseits ist es schön zu wissen: es geht!

“Hausarbeiten schreiben ist wie mit dem Baukasten spielen”, sagt der Ghostwriter. Er beschränkt das Thema auf ein realisierbares Projekt, errichtet ein tragfähiges Gliederungsgerüst, das er nach und nach mit Textbausteinen auffüllt. Wenn der Rohbau steht, schichtet er einzelne Teile um, glättet und streicht das Ganze schön an: “Ein, zwei alte Philosophen in der Einleitung machen sich meistens gut.”

Zwei bis drei Wochen dauert es, bis Schröder eine Diplomarbeit aus seinem Baukasten holt, für eine Doktorarbeit braucht er wenige Monate.

viaDiplom vom Ghostwriter: Fremde Federn – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL.

KategorienArchiv Tags: ,

Oxytocin erhöht Lernfähigkeit und Einfühlung

30. April 2010 Maxim Keine Kommentare

wissenschaft.de – Worauf Frauen warten.

Was ich spannend finde, ist dass ich andere Studien kenne, demnach dieses Hormon in der Mann-Frau Verbindung beim Sex ausgeschüttet wird, nach dem Orgasmus jedoch sehr schnell wieder abbaut.

Dem ist scheinbar nicht so, wenn man auf den Orgasmus verzichtet. Das ist auch meine praktische Erfahrung.

Spannende Gedankengrundlage, um neu über einige Ansichten aus dem Taoismus / Yoga nachzudenken.

KategorienArchiv Tags: , , , ,

Lob und andere Widrigkeiten

17. März 2010 Maxim 2 Kommentare

Hier findet sich ein sehr aufschlussreicher Artikel zum Einsatz des Lob in Lehrer-Schüler, wie auch Eltern-Kind Beziehungen. In einer Reihe langangelegter Studien wurde heraus gefunden, dass auch Loben gelernt sein will: Kinder wurden in einem Versuch um die Lösung einer Aufgabe gebeten. Nach der Lösung, wurden die Kinder auf zwei unterschiedliche Weisen gelobt:

An den einen Kindern, wurde ihre Intelligenz gelobt – wie clever sie wären, dass sie die Aufgabe gelöst hätten. Die anderen Kinder wurden für ihre Anstrengung gelobt, wie gut sie sich angestrengt hätten, um die Aufgabe zu lösen.

Einige Wochen später hat man mit den gleichen Kindern einen erneuten Versuch unternommen und sie vor die Wahl gestellt, ob sie eine ähnlich schwere Aufgabe lösen möchten, oder aber eine schwerere, als beim letzten Mal.

Von denen, die beim ersten Mal für ihre Anstrengung gelobt wurden, wählten 90% die schwerere Aufgabe. Von denen, die für ihre Intelligenz gelobt wurden, wählte die Mehrheit die Aufgabe, von der sie erwarteten, sie würde so schwer werden, wie die letzte. Das Experiment ist zwar eine hoch künstliche Umgebung, aber die Tendenz der Kinder unterschiedlich auf verschiedene Arten des Lobs zu reagieren ist schon sehr sehr sehr deutlich.

Mit diesem Experiment erklärt sich auch wo eigentlich die ganzen Wunderkinder sind, die in der Kindheit immer für ihre Intelligenz gelobt wurden. Die meisten von ihnen bemühen sich einfach und banal mit dem Alltagsleben klar zu kommen, in dem es immer größere Herausforderungen zu meistern gibt. Der Artikel hatte mich, als ich ihn gelesen hatte, sehr betroffen gemacht. Ich konnte mit 3 Jahren lesen, im sowjetischen Fernsehen war meine Familie als Vorzeigefamilie gezeigt worden, war in der Kindheit auf Mathe-Olympiaden unterwegs, konnte in der Grundschule schon 3 Sprachen etc.

Aber an irgend einem Punkt ging es immer wieder nicht weiter. Und ich habe mit den Jahren verstanden, dass es der Punkt war, an dem ich hätte anfangen müssen mich anzustrengen, etwas zu tun – doch etwas tun, das war für die anderen Kinder – für die “nicht so schlauen”. Und so wurden aus dem 1er Schnitt in den ersten Klassen der Schule und ersten Semestern der Uni dann sehr schnell 2er Schnitte, sobald ich auch hätte nur das mindeste tun müssen.

Mit Yoga habe ich nach und nach angefangen zu lernen, dass das Lernen ein Prozess ist, in den Zeit und Arbeit rein gesteckt werden wollen, damit er fruchtet. Das war ein langer Weg und er ist auch Heute noch nicht am Ende.

Kinder lernen besser durch Primärerfahrungen

12. März 2010 Maxim 1 Kommentar

Und Erwachsene auch.

Ulm (pte/26.11.2008/06:05)  Wenn Menschen Wörter lesen, sind im Gehirn ständig Sinneszellen aktiv, die ihrerseits die Bedeutung der beschriebenen Gegenstände abrufen. Das haben Hirnforscher der Universität Ulm http://www.uni-ulm.de bei einer Kernspintomographie-Messung der Hirntätigkeit von Probanden entdeckt, während diese eine Abfolge von Wörtern lasen. Bei mit Geräuschen assoziierten Begriffen wie “Telefon” oder “Rasenmäher” werden im Gehirn Bereiche aktiviert, die auch beim tatsächlichen Hören der Geräusche aktiv sind. Dieser Prozess in den Hörarealen laufe schneller ab als das kognitive Begreifen der Wortbedeutung, so das Ergebnis der im “Journal of Neuroscience” veröffentlichten Forschung. “Gleiches betrifft wahrscheinlich auch andere Sinneswahrnehmungen wie Riechen oder Schmecken”, vermutet Studienleiter Markus Kiefer, der Leiter der Abteilung für kognitive Elektrophysiologie, im Gespräch mit pressetext.

Die Forschung zeigt, dass das Gehirn bei der Verarbeitung eines Begriffs teilweise diejenigen Aktivitäten wiederholt, die während der zum Begriff gehörenden Sinneswahrnehmung ablaufen. “Beim Lesen des Wortes ‘Telefon’ hören wir etwa ein Telefon klingeln”, veranschaulicht Kiefer. Nur 150 Millisekunden vergehen, bevor dieser Prozess gestartet wird – das ist schneller als unser Bewusstsein die Bedeutung des gelesenen Begriffs verarbeiten kann. Je typischer die Probanden die Geräusche für die jeweiligen Objekte einstuften, desto aktiver zeigten sich im Test auch ihre Sinnesareale. Kiefer folgert daraus die Wichtigkeit der Sinneswahrnehmung beim Wortlernen. “Was wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken, hinterlässt dauerhafte Gedächtnisspuren im Gehirn für die Bedeutung eines Begriffs”, so der Ulmer Hirnforscher.

Diese Erkenntnis habe besonders für die Pädagogik Konsequenzen, so Kiefer. “Unsere Begriffe werden verarmt, wenn wir die dahinterstehende Sinnesinformation nicht kennen. Wer nie selbst in den Bergen war und sich die damit verbundenen Sinneswahrnehmung angeeignet hat, wird eine andere Einstellung etwa zum Thema Umweltschutz haben”, meint Kiefer. Angesichts der heutigen Praxis des Begriffslernens, das sich zunehmend auf Medien und Bücher reduziere, seien von den Kindergärten durchgeführte Exkursionen zu Bauernhöfen wertvoll. “Erst wenn Kinder mit ihren Sinnen erleben, wie Kühe gemolken werden, können sie gewisse Zusammenhänge verstehen”, so Kiefer abschließend.

KategorienArchiv Tags: , , ,

Berkley Medical School, Integrative Biology 131: General Human Anatomy

2. März 2010 Maxim Keine Kommentare

Gute Lehrer sind ein großer Schatz. Dank Youtube und Podcasts sind sie inzwischen bisweilen auch für Alle zugänglich. Was hätte ich drum gegeben, solche Lehrer in der Schule oder Uni gehabt zu haben… Na gut, im Herbst sehe ich vermutlich, welches Kaliber die Charité Profs haben.

KategorienArchiv Tags: ,

Lernpsychologie anhand von Computerspielen

22. Februar 2010 Maxim Keine Kommentare

/// Das ist ein spannendes Thema. Ich spiele selbst gerne – Brettspiele, Computerspiele – auch hat mich die Schule und die Uni oft genug frustriert. Vor Allem die in dem Artikel angespochene Tatsache dass wir da häufig Dinge begebracht bekommen haben, ohne für sie eine praktische Anwendung zu haben.


Die Grundprinzipien der Games könnten helfen, Lehrsysteme zu verbessern

Computerspiele sind unter Lehrern nicht gerade beliebt, halten sie doch Jugendliche vom Lernen für die Schule ab. Dies ist jedoch nur eine Seite der Medaille, zeigt jetzt ein US-Forscherteam auf: Videospiele sind auch ausgezeichnete Lerninstrumente, die genau auf die Bedürfnisse von Jugendlichen zugeschnitten sind. Daher könnten sich Schulen und Lehrende ein Beispiel an der Art und Weise nehmen, wie Wissen und Fähigkeiten in den Spielen vermittelt werden – und damit den Erfolg von Lernprozessen steigern.

Videospiele erleichtern das Lernen, indem sie Informationen erst dann vermitteln, wenn sie auch tatsächlich benötigt werden – schließlich bewältigen die Spieler verschiedene Aufgaben ohne eigentliches Vorwissen. Erst wenn ein Auftrag zusätzliche Informationen voraussetzt, werden diese auch freigegeben. “In der Lehre und der Wissenschaft ist es genau umgekehrt”, erklärte James Gee von der Arizona State University in Tempe auf dem AAAS-Jahrestreffen in San Diego. “Die Schüler lernen viele Dinge, die sie erst viel später anwenden können.” Außerdem fühlen sich Computerspieler häufig angenehm frustriert, wie Gee es bezeichnet: Die Aufgaben sind zwar herausfordernd, aber auch machbar. Nach Ansicht des Forschers motivieren solche Situationen die Spieler sehr, ein Prinzip, was ebenfalls in der Schule genutzt werden könnte.
Mehr…

KategorienArchiv Tags: , ,