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Alter macht Weise, unabhängig vom Bildungsstandart

8. April 2010 Maxim Keine Kommentare

Bei Verhandlungen in Konflikten oder bei Gerichtsentscheiden sollten die Alten das Sagen haben

Mit dem Alter kommt die Weisheit. Darauf deutet eine groß angelegte Studie von US-Forschern hin, die sich mit den Überlegungen verschiedener Altersgruppen zu hypothetischen Konflikten auseinandersetzt. Demnach zeigen Menschen über 60 Jahre im Vergleich mit ihren jüngeren Kollegen deutlich mehr Eigenschaften, die in der psychologischen Literatur als Weisheitsaspekte gelten. Darunter fällt beispielsweise die Fähigkeit, in einem Konflikt verschiedene Blickwinkel einzunehmen oder Kompromisse anzustreben. Anders als zahlreiche Studien zu negativen Auswirkungen des Alterns ermutigten die Resultate dazu, sich auf die Stärken älterer Menschen zu besinnen, schreiben die Forscher.

Igor Grossman (University of Michigan) et al.: PNAS, Onlinevorabveröffentlichung, doi: 10.1073/pnas.1001715107).

ddp/wissenschaft.de – Thomas Neuenschwander

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Panchatantra

9. Februar 2010 Maxim Keine Kommentare

Ich habe gerade Freude an einer der wohl ältesten Geschichtensammlungen der Welt, der Panchatantra. Aus diesen uralten Fabeln hat schon Jean de la Fontaine viel von seiner Inspiration geschöpft. Das Werk gehört zu den Niti Shastren. Niti heißt übersetzt “Lebensweisheit” und ist als Lebensweg für Menschen gedacht, die sich bewusst für das Leben in der Welt entscheiden – sich also nicht der monastischen Tradition verschreiben möchten.

Das Herz des Niti sind zwei Dinge, von denen man weg streben, und drei Dinge, zu denen man hin streben möchte:

Meiden möchte man Unsicherheit und Armut. Nicht, weil Sicherheit und Wohlstand glücklich machen würden, sondern weil Unsicherheit und Armut sich oft als Hindernisse auf dem Weg zum Glück erweisen.

Glück erfährt man in der Welt dann durch drei ganz andere Dinge:

- durch die Freude an der zielgerichteten und wohlbemessenen Handlung

- durch die Freude am Austausch mit Freunden

- durch die Freude an der nutzbringenden Verwendung der eigenen Intelligenz

Vor Allem letzteres wird immer wieder hervor gehoben, ist doch die Aussage von Niti, dass sich der Mensch durch seinen Intellekt von den Tieren unterscheidet und somit wahrhaft menschlichte Freude, die Freude an den Errungenschaften des Geistes ist. Dieses Gedankengut ähnelt sehr der griechischen, philosophischen Kultur, die neben dem Christentum die Grundlage unserer westlichen Welt darstellt.

Hier gibt es die englische Übersetzung des Panchatantra von Arthur Rider (1925). Der Text ist halb Prosa und halb Lyrik. Die sprachliche Bearbeitung gefällt mir sehr.

In case of horse or book or sword,

Of woman, man or lute or word,

The use or uselessness depends

On qualities the user lends.

There is no toy

Called easy joy;

But man must strain

To body´s pain.

Letzteres passt doch hervorradend auf den Hatha Yoga :-)

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